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Franchises und Franchising

Franchising ist eine der erfolgreichsten Unternehmensformen der letzten Jahrzehnte. Doch was ist ist Franchise und welche Branchen eignen sich hierfür?

Was ist Franchise? Das wichtigste in Kürze.

Doch was ist Franchise genau? Unter Franchising versteht man eine partnerschaftliche unternehmerische Kooperation mit Rechten und Pflichten für beide Partner. Dabei werden diese Partner als Franchisegeber und Franchisenehmer bezeichnet. Die Muttergesellschaft stellt hierbei den Franchisegeber und ein allfälliger Existenzgründer den Franchisenehmer dar.

Der Franchisenehmer entrichtet eine Franchisegebühr an den Franchisegeber und erhält dafür im Gegenzug die Nutzungsrechte der Marke und des Geschäftskonzepts.

Somit profitiert der Franchisenehmer von einem bereits erfolgreichen Geschäftskonzept und Strategie. Dadurch reduziert sich für den Unternehmer das unternehmerische Risiko und auch die Länge der Anlaufphase wird deutlich optimiert.

Durchschnittlich betragen die Gebühren, die Franchises zu Beginn der Zusammenarbeit zahlen, knapp € 14.000,-. Diese Gebühr klingt zunächst viel, aber dafür erhält der Unternehmer einen deutlichen Mehrwert, der sich im Regelfall schnell amortisiert.

Einige Zahlen über Franchises

Franchise Unternehmen findet man heutzutage in nahezu jedem Ort und jeder Branche. Dabei kann es sich um Franchises aus dem Bereich Gastronomie, Lebensmittel, Sport, Fitness, Automobil oder auch Futtermittel handeln. Das System Franchise hat sich längstens etabliert und alle gängigen Märkte erreicht.

Einer Statistik von ÖFV (Österreichischer Franchise Verband) und WKO zufolge ergeben sich folgende interessante Fakten:

0
Systeme in Österreich
0
Standorte
0
Mio € Umssatz

76% erwarten in den kommenden 2 Jahren weiteres Umsatzwachstum

86% planen die Aufnahme neuer Franchise-Nehmer

Die Erfolgsgeschichte vieler Franchises

Auch wenn es überraschen mag: Ursprünglich stammt Franchising aus Europa des 17. und 18. Jahrhunderts. Dabei wurde in Frankreich den Steuereintrebern erlaubt einen Teil der Steuern selbst behalten zu dürfen. Später entwickelte sich daraus die Bedeutung hin zu einer Befreiung von Zöllen und Steuern. Im Laufe der Zeit entwickelt sich das Konzept weiter und seit dem 19. Jahrhundert wird daher unter Franchise das Recht zur kommerziellen Nutzung von Markenrechten und Vertriebskonzepten verstanden.

Franchising als Partnerschaft

Für Franchises bedeutet das Konzept eine Win-Win-Situation. Für den Franchisegeber ergibt sich eine Expansion seiner Marke und gesteigerten Umsatz. Ausserdem wird die Investition in den Ausbau der Filialen von den Franchisenehmern getragen und ermöglichen damit eine deutlich raschere Expansion.

Doch warum betreibt der Franchisegeber die Filialen nicht selbst mit geeigneten Filialleitern? Ganz einfach: Franchisenemer sind Menschen mit Unternehmergeist, die mit ihrer Motivation deutlich mehr Engagement, als Angestellte aufbringen. Da sie ihr Geld investiert haben und maßgeblich vom Erfolg ihrer Tätigkeit profitieren, bringen sie auch neue Ideen und Lösungmöglichkeiten in das gesamte Unternehmen ein.

Der Franchisenehmer auf der anderen Seite profitiert von der etablierten Bekanntheit der Marke und dass viele Stolpersteine der Anfangszeit bereits gelöst wurden.

Noch dazu benötigt man für die Finanzierung des Unternehmens, speziell für die Vergabe von Krediten, ausgearbeitete Businesspläne. Dabei erhält der Franchisenehmer konkretes Zahlenmaterial, das der Franchisegeber in der Vergangenheit mit viel Erfahrung sammeln konnte.

Dabei ist der Franchisegeber aufgrund seiner Expertise und Erfahrung eine wesentliche Stütze für die Konzeptionierung und Ausarbeitung der Businesspläne und Finanzierungskonzepte.

Wie kann man Franchise finanzieren?

Viele Franchises erfodern hohe Gebühren oder Investitionskosten, die finanziert werden müssen.

Naheliegend, und gerade bei kleineren Summen, wird der benötigte Betrag oft durch 100% Eigenkapital aufgebracht. Mitunter wird aber auch Kapital von Familie und Freunden als Darlehen aufgebracht. Je höher allerdings die erforderlichen Summen, desto mehr Fremdkapital wird benötigt.

Dabei führt oft der erste Weg zur Hausbank, welche das Fremdkapital bestenfalls gegen Zinsen bereitstellt. Zusätzlich zum Kredit empfiehlt es sich nach Möglichkeit eine der vielfältigen Förderungen seitens der AWS, WKO, kommunalkredit oder Bürgschaftsbanken in Anspruch zu nehmen.

Zusätzlich bietet sich seit einigen Jahren auch die Möglichkeit der Finanzierung mittels Crowdinvesting. Hier profitiert der Franchisenehmer neben dem Kapital auch von dem großzügigen Marketing. Und ganz nebenbei sind oft die Investoren auch künftige Kunden und sorgen so für einen gehörigen Umsatz.

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